Dienstag, 2. Juli 2013

Geschäftsmodelle für mobile Apps - Teil 2 von 4

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Teil 2: „In-App-Purchasing“ und das „Affiliate-Modell“

Überblick


Im vergangenen Beitrag konnten Sie lesen, was das Freemium-Modell in Hinblick auf Umsatzgenerierung auf dem Markt der mobilen Anwendungen ausmacht. Neben dieser sehr beliebten Form gibt es zwei weitere Modelle, die nicht unerwähnt bleiben sollten, da sie ebenfalls in der Praxis gängige Geschäftsmodelle widerspiegeln.

Modell II: In-App-Purchasing

Eng verknüpft mit dem Freemium- ist das sogenannte In-App-Purchasing-Modell. Hier spielt es aber keine Rolle, ob die zugrunde liegende mobile Anwendung kostenfrei ist, oder nicht. Wichtigste Eigenschaft dieses Modells ist, dass der Nutzer die Möglichkeit hat, aus der App heraus sogenannte Komplementärleistungen zu erwerben.

Während die Applikation selbst voll funktionsfähig ist, kann der Anwender sie also durch den Kauf von zusätzlichen Items erweitern, ohne dass dem Nutzer ein Nachteil entstünde, der auf diese kostenpflichtige Erweiterung verzichtet. So erleichtern oder beschleunigen diese zusätzlichen Items beispielsweise den Spielablauf einer App oder erweitern den Funktionsumfang um nicht zwangsläufig nötige Funktionen.

Beispiele für solche In-App-Käufe: zusätzliche Leben oder virtuelles Geld in einem Spiel oder weitere Farben oder Stiftformen in einer Zeichenapp.

Entscheidend ist, dass dem Nutzer während der Verwendung der App die Möglichkeit eröffnet wird, diese zusätzlichen Leistungen zu erwerben. Weil hierzu keine erweiterte Premium-Version gekauft wird, sondern einzelne Pakete zur bestehenden Anwendung hinzugebucht werden, spricht man von In-App-Purchasing.

Das In-App-Purchasing-Modell kommt derzeit häufig bei Spiele-Anwendungen zum Einsatz, da hier durch einen emotionalen Bezug dem Nutzer einfacher eine Notwendigkeit des Erwerbs von Komplementärleistungen suggeriert werden kann.

Der Vergleich zu anderen Nutzern über Mehrspielermodi oder Verknüpfung über Soziale Netze führt mitunter zu Wettbewerbsdenken und passiven Konkurrenzdruck und verleitet zum Kauf zusätzlicher Items, um schnellere Fortschritte im Spielverlauf erzielen zu können.

Modell III: Affiliate-Marketing

Für die Anbieter von mobilen Apps bietet sich die einfache Möglichkeit, Teile ihrer Anwendungen als Werbeträger zu nutzen und Anzeigen anderer Anbieter einzubinden. Vom einfachen App-Branding über kleine Banner in der unteren Ecke bis zu voll animierten, content-überlagernden Flash-Layer-Ads – es gibt diverse Möglichkeiten, über diesen Weg mit der App Geld zu verdienen.

Flash Layer Ad legt sich über den Content
Der grün umrandete Flash-Layer legt sich über den Content der Website und unterbricht den Lesefluss des Betrachters


Beim Affiliate-Marketing-Modell geht es meist nicht nur um die bloße Veröffentlichung der Werbeanzeige, sondern in der Regel erfolgt die Bezahlung provisionsbasiert nach der Anzahl der Klicks auf diese Werbung. Doch in jedem Fall wird für die Werbeanzeigen wertvoller Platz auf dem Bildschirm verwendet, der für App-Content in dem Augenblick dann nicht mehr zur Verfügung steht. Dies mag den Anwender der App stören und führt schnell zu Wear-out-Effekten und damit zu abnehmender Werbewirkung.

Beliebter wird daher eine spezielle Form des Affiliate-Marketings, bei der anstelle einer Werbeanzeige lediglich ein Textlink verwendet wird. Dabei werden in bestehenden Texten einzelne Passagen in Links umgewandelt, die zur jeweiligen Seite eines Affiliate-Partners führen. Auch hier wird dann provisionsbasiert nach Anzahl der Klicks oder nach Bereitstellung der Links bezahlt. Jedoch stört sich der App-Anwender nicht an platzraubenden bunten Werbeanzeigen; vielmehr integrieren sich die Links unauffällig in für den Nutzer ohnehin relevanten Inhalt.

So geht es weiter

Freemium, In-App-Purchasing und Affiliate – drei erfolgsversprechende Modelle. Doch wie findet man das richtige Modell? Wie kann aus dem optimalen Mix eine geeignete Strategie entwickelt werden? Erfahren Sie die Antwort in unserer Fortsetzung.

Und nun zu Ihnen!

In welchem Bereich hatten Sie bereits Erfahrung mit In-App-Käufen?

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Denn das bringen die nächsten Beiträge:
Teil 3: Welches Modell ist das richtige? Welche finden am häufigsten Verwendung?
Teil 4: Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen

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