Montag, 9. September 2013

Weniger Krankenhauseinweisungen dank telemedizinischer Systeme

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Studie: Telemedizin reduziert Hospitalisierungsraten chronisch kranker Patienten

Eine von der La Trobe University Australia im Raum Aalborg, Dänemark, durchgeführte Studie zeigt, dass mittels Telemedizin sowohl die Zahl der Krankenhauseinweisungen, als auch die Kosten für Patienten mit chronischer Lungenerkrankung (COPD) deutlich gesenkt würden. Die ausschließlich erwachsenen Probanden, die an schwerer bis schwerster COPD litten und bei denen andere Erkrankungen des Herzens, der Gefäße und des Kreislaufs ausgeschlossen werden konnten, wurden über telemedizinische Technologien mit Medizinern des primären und sekundären Versorgungssektors vernetzt. Per Zufall wurden die insgesamt 111 Patienten je einer von zwei Gruppen zugeteilt: 60 in Gruppe A, 51 in Gruppe B.

Telemedizin reduziert Hospitalisierungsraten chronisch kranker Patienten

Probanden der Gruppe A wurde für vier Monate ein System zur telemedizinischen Überwachung eingerichtet und sie erhielten einen Schrittzähler. Ihnen wurde erklärt, wie sie ihre Symptome überwachen und Messungen durchführen sollten und sie erhielten eine Einweisung in selbständig zu Hause durchzuführende Übungen. Die anschließend aus dem Monitoring gewonnenen Daten wurden regelmäßig von Medizinern eingesehen und analysiert, sodass die Patienten laufend über ihre Erkrankung beraten werden konnten. Einmal im Monat besprachen sich alle beteiligten Mediziner über ein Videokonferenzsystem zu jedem einzelnen Probanden und dem Verlauf seiner Rehabilitation.

Patienten, die der Gruppe B zugeteilt wurden, erhielten lediglich Einweisung in die selbständigen Heimübungen, hatten aber keinen geplanten Kontakt zu medizinischem Fachpersonal.

Am Ende der Studie konnten von 105 Patienten die Daten zur Auswertung herangezogen werden. Im Gesamtverlauf war erkennbar, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen bei Probanden der Gruppe A deutlich geringer war, als bei denen der Gruppe B (0,49 vs. 1,17; p=0,041). Die Kosten für Krankenhausaufenthalte fielen demzufolge bei Patienten mit telemedizinischem Überwachungssystem wesentlich niedriger aus.

Daraus schlussfolgerte man, dass telemedizinische Strategien, die eine Früherkennung akuter Gesundheitsverschlechterung und Rehabilitation chronisch erkrankter Patienten förderten, die Hospitalisierungsraten und somit die dadurch entstehenden Kosten deutlich reduzieren könnten.

Quelle: Australian Physiotherapy Association, 2013

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